
Erstellt am: 20.06.2020
Autor: Dr. med. Benjamin Gehl
Vitamin C Infusion – was du dir von der Behandlung erwarten kannst.
„Du musst viel Obst essen, damit Du gesund bleibst!“ – wer hat das nicht schon von den Großeltern gehört? Vitamin C begleitet uns ein Leben lang: als Mythos, als Erkältungshelfer und inzwischen als beliebter Infusions-Booster in Arztordinationen. Doch was kann eine Vitamin C Infusion wirklich leisten, und für wen macht sie Sinn?
In diesem Artikel erkläre ich Dir alles, was Du wissen musst – direkt aus meiner täglichen Praxis. Inklusive echter Erfahrungen, konkreter Kosten, möglicher Risiken und dem einen oder anderen Mythos, den ich gerne richtigstelle.
Hinweis: Aktuell bieten wir die Vitamin C Infusionstherapie nur nach Rücksprache in unserer Ordination an. Deine Anfrage schickst Du einfach an office@drgehl.at – wir melden uns innerhalb eines Werktages.
Achtung: Aktuell bieten wir die Vitamin C Infusionstherapie nur nach Rücksprache in unserer Ordination an. Senden Sie uns gerne Ihre Anfrage per Mail an office@drgehl.at
Was ist Vitamin C – und warum braucht unser Körper es von außen?
Vitamin C, chemisch auch Ascorbinsäure genannt, ist kein „nice to have“ – es ist ein essenzieller Mikronährstoff, ohne den zentrale Körperfunktionen schlicht nicht funktionieren.
Da der menschliche Körper Vitamin C nicht selbst herstellen kann, müssen wir es regelmäßig über die Nahrung, Nahrungsergänzungsmittel oder – wenn medizinisch sinnvoll – über eine Infusion aufnehmen.
Warum Vitamin C wichtig ist
Vitamin C ist an fast jedem Stoffwechselprozess beteiligt:
- Immunsystem: Vitamin C unterstützt die Bildung von Antikörpern und hilft dabei, dass Deine Immunzellen richtig funktionieren.
- Kollagensynthese: Ohne Vitamin C kann der Körper kein Kollagen bilden – das bedeutet schwächeres Bindegewebe, schlechtere Wundheilung und weniger straffe Haut.
- Antioxidativer Schutz: Vitamin C neutralisiert freie Radikale, bevor sie Deine Zellen schädigen können. Mehr dazu gleich.
- Eisenaufnahme: Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen im Darm – ein Detail, das besonders für Menschen mit Eisenmangel relevant ist.

Warum wir Vitamin C täglich aufnehmen müssen
Was uns Menschen von den meisten Tieren unterscheidet: Wir können Vitamin C nicht selbst produzieren. Eine Katze kann es selbst bilden; wir nicht.
Das bedeutet: Wir müssen Vitamin C täglich von außen zuführen – über die Nahrung oder, wenn der Bedarf es erfordert, über eine Infusion.
Wie wirkt eine Vitamin C Infusion im Körper?
Vitamin C ist vor allem als Antioxidans bekannt – aber was bedeutet das eigentlich?
Dein Körper ist jeden Tag sogenannten „Angreifern“ ausgesetzt: Sonnenlicht, Umweltbelastung, Stress, Rauchen, schlechter Schlaf. Diese freien Radikale schädigen Zellen, beschleunigen Alterungsprozesse und fördern Entzündungen.
Vitamin C wirkt hier wie ein Radikalfänger: Es neutralisiert diese Moleküle, bevor sie Schaden anrichten können.
Was Vitamin C unterstützen kann
Genau deshalb hat Vitamin C so ein breites Wirkungsspektrum:
- Es schützt Zellen vor oxidativem Stress – also vor einem biologischen Prozess, der mit Alterung, chronischen Entzündungen und Krankheiten in Verbindung steht.
- Es stimuliert die Kollagenproduktion – das Strukturprotein, das Deine Haut fest, Dein Bindegewebe elastisch und Deine Wunden schneller heilend hält.
- Es aktiviert das Immunsystem und unterstützt die Immunantwort bei akuten Infekten.
- Es verbessert die Eisenaufnahme, was besonders bei Erschöpfungszuständen und Eisenmangel relevant sein kann.
Wichtiger Hinweis: Eine Vitamin C Infusion unterstützt den Körper. Sie ist nicht zur Behandlung von Krankheiten gedacht und ersetzt keine medizinische Diagnose oder ursächliche Therapie.

Vitamin C aufnehmen: Ernährung, Nahrungsergänzung oder Infusion?
Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird – und die Antwort liegt in der Bioverfügbarkeit.
Vitamin C kann über Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel oder eine Infusion aufgenommen werden. Für den normalen Tagesbedarf reicht eine ausgewogene Ernährung oft völlig aus.
Tabletten sind durch die Aufnahmefähigkeit des Darms begrenzt, während eine intravenöse Infusion Vitamin C direkt in den Blutkreislauf bringt und höhere Dosierungen für eine gezielte unterstützende Behandlung ermöglicht.
Vitamin C über die Ernährung
In vielen Fällen reicht eine ausgewogene Ernährung völlig aus, um den normalen Tagesbedarf zu decken. Die empfohlene tägliche Aufnahme liegt bei Erwachsenen ungefähr bei 95–110 mg.
Lebensmittel, die von Natur aus viel Vitamin C enthalten, sind zum Beispiel:
- Petersilie
- Rote Paprika
- Brokkoli
- Kohlsprossen
- Acerola
- Hagebutte
- Schwarze Johannisbeeren
- Papaya
- Zitrusfrüchte
Damit Du ein Gefühl für den Unterschied bekommst: Orangen und Zitronen enthalten etwa 50 mg Vitamin C pro 100 g. Acerola hingegen kann ein Vielfaches davon enthalten.
Ein Punkt ist wichtig: Vitamin C ist hitzeempfindlich. Wenn Gemüse zu lange gekocht wird, geht ein Teil des Vitamin-C-Gehalts verloren. Deshalb sind frisches Obst und schonend zubereitetes Gemüse meistens die bessere Wahl.
Orale Einnahme: Tabletten, Tropfen und Kapseln
Wenn Du eine Vitamin-C-Tablette einnimmst, muss das Vitamin zuerst durch Deinen Magen-Darm-Trakt. Dort wird es aufgenommen – aber nur bis zu einem gewissen Punkt.
Der menschliche Darm hat eine Sättigungsgrenze: Er kann pro Tag nur eine bestimmte Menge aufnehmen, der Rest wird einfach wieder ausgeschieden. Je höher die orale Dosis, desto schlechter wird die Aufnahme. In hohen Dosierungen verursacht das oft Magen-Darm-Beschwerden.
Warum eine Infusion anders wirkt
Bei einer intravenösen Infusion umgehen wir diesen Engpass vollständig: Das Vitamin C gelangt direkt in den Blutkreislauf.
| Merkmal | Oral: Tabletten / Tropfen | Intravenös: Infusion |
|---|---|---|
| Aufnahmerate | Begrenzt, abhängig von der Dosis | Direkt in den Blutkreislauf |
| Maximale Dosierung | Durch die Darmverträglichkeit begrenzt | Deutlich höhere Dosierungen möglich |
| Wirkeintritt | Langsamer | Schnell, bereits während der Infusion |
| Magen-Darm-Verträglichkeit | Kann Magen und Darm reizen | Der Magen-Darm-Trakt wird umgangen |
| Geeignet für | Deckung des Tagesbedarfs | Therapeutische Hochdosis-Anwendung |
Wenn Du einfach nur Deinen normalen Tagesbedarf decken möchtest und keine Beschwerden hast, reicht die Aufnahme über Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel oft aus.
Wenn Du aber eine therapeutische Wirkung erreichen möchtest – zum Beispiel bei Erschöpfung, nach einer Operation oder als Anti-Aging-Boost – macht die Infusion den entscheidenden Unterschied.
Für wen ist eine Vitamin C Infusion sinnvoll?
Eine Vitamin C Infusion kann für Menschen mit niedrigem Vitamin-C-Spiegel, Erschöpfung, erhöhtem Stress, geschwächter Immunfunktion, schlechter Wundheilung oder in der Erholung nach einer Operation sinnvoll sein.
Sie kann außerdem die Kollagenproduktion und Hautqualität unterstützen. Sie ist jedoch kein Allheilmittel und sollte immer individuell ärztlich beurteilt werden.
Situationen, in denen eine Vitamin C Infusion Sinn machen kann
Eine Vitamin C Infusion kann sinnvoll sein:
- Bei niedrigem Vitamin-C-Spiegel, bestätigt durch Labordiagnostik
- Bei chronischer Müdigkeit und Erschöpfung, die sich trotz ausreichend Schlaf nicht bessern
- Vor und nach Operationen – Vitamin C kann die Wundheilung und das Immunsystem während der Heilungsphase unterstützen
- Bei akuten Infekten, etwa Erkältungen oder grippalen Infekten – als Unterstützung für das Immunsystem
- In Stressphasen, wenn der Vitamin-C-Verbrauch des Körpers erhöht ist
- Für Anti-Aging und Hautpflege – zur Anregung der Kollagenproduktion
- Zur Unterstützung von Bindegewebe und Hautfestigkeit – besonders relevant nach Gewichtsverlust
- Zur Unterstützung der Eisenaufnahme bei diagnostiziertem Eisenmangel
- Bei Allergien und chronischen Entzündungen
Was ich ganz klar betone: Eine Vitamin C Infusion unterstützt den Körper – sie ersetzt keine Diagnose und keine ursächliche Behandlung. Deshalb führen wir vor jeder Infusionstherapie ein ausführliches Anamnesegespräch.
Vitamin C Mangel: Anzeichen, Ursachen und Behandlung
Ein Vitamin C Mangel kann sich schleichend entwickeln und Müdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit, Reizbarkeit, eine geschwächte Immunabwehr, schlechte Wundheilung oder Zahnfleischbluten verursachen.
Da diese Symptome auch andere Ursachen haben können, zum Beispiel Eisenmangel, Schilddrüsenprobleme oder Stress, ist eine medizinische Abklärung wichtig, bevor eine gezielte Behandlung begonnen wird.
Typische Anzeichen eines Vitamin C Mangels
Mögliche Anzeichen sind:
- Verringerte Leistungsfähigkeit
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- Reizbarkeit
- Geschwächtes Immunsystem
- Schlechte Wundheilung
- Zahnfleischbluten
- Symptome, die sich mit Eisenmangel überschneiden können

Warum Müdigkeit viele Ursachen haben kann
Müdigkeit bedeutet nicht automatisch Vitamin C Mangel. Sie kann auch mit Eisenmangel, Schilddrüsenfunktion, chronischen Entzündungen, Schlafproblemen, Stress, hormonellen Veränderungen oder vielen anderen Ursachen zusammenhängen.
Genau deshalb halte ich nichts von „one-size-fits-all“-Empfehlungen. Wenn Du Dich oft erschöpft fühlst oder merkst, dass Dein Körper sich nicht mehr richtig erholt, ist es sinnvoll, die Ursache medizinisch abklären zu lassen.
Vitamin C und Eisenaufnahme
Vitamin C verbessert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen im Darm. Deshalb kann der Vitamin-C-Status für Menschen mit Eisenmangel oder Symptomen, die sich wie Eisenmangel anfühlen, relevant sein.
In solchen Fällen betrachten wir immer die Gesamtsituation: Beschwerden, medizinische Vorgeschichte, mögliche Laborwerte und Behandlungsziel.
Hochdosierte Vitamin C Infusion: Was bedeutet das eigentlich?
„Hochdosiert“ klingt im ersten Moment beeindruckend – ich mache es konkret.
Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der normale Tagesbedarf an Vitamin C bei etwa 95–110 mg. Eine klassische Vitamin-Tablette enthält oft 100–500 mg.
Bei therapeutischen Infusionen sprechen wir von einer ganz anderen Größenordnung.
Was Hochdosis in der Praxis bedeutet
In unserer Ordination arbeiten wir üblicherweise mit:
- Pascorbin® 7,5 g
- Individueller Dosierung abhängig von Beschwerden, Konstitution und Behandlungsziel
- Medizinischer Überwachung vor und während der Infusion
Höhere Dosierungen können in bestimmten medizinischen Situationen verwendet werden, aber nur nach strenger medizinischer Indikation und unter ärztlicher Kontrolle. Für die alltägliche Infusionstherapie in unserer Ordination wird die Dosierung immer sorgfältig und individuell ausgewählt.
Warum wir Pascorbin® verwenden
Für unsere Infusionstherapie in der Ordination verwenden wir Pascorbin®.
Nicht, weil es das günstigste Produkt ist, sondern weil es ein zugelassenes hochdosiertes Vitamin-C-Präparat für die Infusionstherapie in Europa ist. Zulassung bedeutet: geprüfte Qualität, definierte Reinheit und nachgewiesene Verträglichkeit.
Ich vertraue diesem Produkt seit Jahren – und ich empfehle meinen Patientinnen und Patienten nichts, wovon ich nicht persönlich überzeugt bin.
Anzeichen einer Überdosierung
Eine Überdosierung von Vitamin C ist ebenfalls möglich. In seltenen Fällen können vorübergehend folgende Beschwerden auftreten:
- Verdauungsprobleme
- Durchfall
- Rötungen
- Halskratzen
- Bläschenbildung
- Pelzige Zunge
Einige Menschen reagieren auch allergisch auf das Vitamin, meistens fällt es ihnen allerdings gar nicht bewusst auf. Vielleicht hast Du so etwas selbst schon einmal gespürt, nachdem Du zum Beispiel in eine Kiwi gebissen hast.
Deshalb gilt: Eine hochdosierte Vitamin C Infusion sollte immer nur professionell und unter medizinischer Aufsicht durchgeführt werden.

Wie die Behandlung in unserer Ordination abläuft
Eine Vitamin C Infusion in unserer Ordination beginnt mit einer kurzen medizinischen Abklärung, inklusive Vorerkrankungen, Medikamenten und möglichen Risikofaktoren.
Die Infusion dauert in der Regel etwa 30 Minuten, ist nahezu schmerzfrei und verursacht keine Ausfallzeit. Die meisten Patientinnen und Patienten können direkt nach der Behandlung wieder ihrem Alltag nachgehen.
Vor der Behandlung
Vor der Infusion klären wir kurz die wichtigsten medizinischen Punkte:
- Vorerkrankungen
- Medikamente
- Nierenfunktion
- Bekannte Unverträglichkeiten
- Möglicher G6PD-Mangel
- Aktuelle Behandlungen, besonders onkologische Therapien
Eine besondere Vorbereitung ist nicht notwendig. Du kannst vor dem Termin ganz normal essen und trinken.
Bitte informiere uns über bekannte Nierenerkrankungen, eine Neigung zu Nierensteinen oder einen bekannten G6PD-Mangel. Mehr dazu gleich.
Die Infusion selbst
Das Vitamin C, meist Pascorbin® 7,5 g, wird in physiologischer Kochsalzlösung aufgelöst und über eine Vene direkt in Deinen Blutkreislauf verabreicht.
Die einzige Unannehmlichkeit: ein kurzer Einstich in die Armvene – das war’s.
Während der Infusion kannst Du Dich bei uns entspannen. Tee, Wasser, eine Zeitschrift – nimm Dir einfach eine halbe Stunde Zeit für Dich.
Behandlungsdauer, Schmerzen und Wiederholungen
- Behandlungsdauer: ca. 30 Minuten
- Schmerzen: 0–1 von 10
- Wiederholungen: individuell – als Kur empfehlen wir häufig 3–5 Infusionen über einen Zeitraum von 4–6 Wochen

Nach der Behandlung
Du kannst direkt wieder Deinem normalen Alltag nachgehen – keine Ausfallzeit, keine Einschränkungen.
Wir empfehlen Dir, in den nächsten Tagen ausreichend Wasser oder Tee zu trinken. Höre auf Deinen Körper – manche Patientinnen und Patienten spüren direkt nach der Infusion einen Energieschub, bei anderen setzt die Wirkung erst in den folgenden Stunden ein.
Vitamin C Infusion und die Haut: Anti-Aging & Kollagenproduktion
Hier wird es besonders interessant für alle, die die Infusion nicht nur aus medizinischen Gründen, sondern auch aus ästhetischer Sicht betrachten.
Vitamin C ist eines der wenigen Antioxidantien, dessen Einfluss auf die Kollagensynthese wissenschaftlich gut dokumentiert ist. Kollagen ist das Protein, das Deine Haut straff, Dein Bindegewebe stabil und Deinen gesamten Bewegungsapparat elastisch hält.
Mit zunehmendem Alter produziert der Körper immer weniger davon – und äußere Einflüsse wie UV-Strahlung und Stress beschleunigen diesen Abbau zusätzlich.
Was eine Vitamin C Infusion für Deine Haut tun kann
Eine Vitamin C Infusion kann unterstützen:
- Die körpereigene Kollagenproduktion → für ein straffer wirkendes Hautbild
- Den Schutz vor UV-bedingtem oxidativem Stress → weniger lichtbedingte Hautschäden
- Ein ebenmäßigeres Hautbild, auch bei Hyperpigmentierung und fahler Haut
- Die Wundheilung nach ästhetischen Eingriffen oder chirurgischen Behandlungen
Warum sie kein Ersatz für ästhetische Behandlungen ist
Eine Vitamin C Infusion kann die Hautqualität unterstützen – sie ersetzt aber keine ästhetischen Behandlungen.
Wenn Volumenverlust, tiefe Falten, Hauterschlaffung oder Pigmentierungen vorliegen, die eine gezielte Behandlung benötigen, müssen wir über die richtige Methode sprechen. In vielen Fällen wirkt Vitamin C am besten als unterstützende Behandlung, nicht als alleinige Behandlung.
Kombination mit kosmetischen und ästhetischen Behandlungen
In meiner Ordination verwende ich die Vitamin C Infusion häufig als unterstützende Behandlung begleitend zu kosmetischen Verfahren – besonders vor und nach Behandlungen, bei denen Wundheilung und Hautergebnis entscheidend sind.
Der Synergieeffekt ist spürbar.

Wie oft und wie lange sollte man Vitamin C Infusionen machen?
Eine typische Vitamin C Infusionskur umfasst 3–5 Sitzungen, meist einmal pro Woche über 4–6 Wochen. Der Vitamin-C-Spiegel steigt nach der Infusion rasch an und normalisiert sich meist innerhalb von 24–48 Stunden wieder. Vorbeugende Infusionen können auch in Stressphasen, in der Erkältungszeit oder vor Reisen sinnvoll sein.
Standard-Kur: Immunsystem, Erschöpfung, Anti-Aging
| Parameter | Empfehlung |
|---|---|
| Anzahl der Infusionen | 3–5 Sitzungen |
| Häufigkeit | 1× pro Woche |
| Gesamtdauer | 4–6 Wochen |
| Wiederholung | 1–2× pro Jahr, z. B. Herbst/Winter |
Wie lange bleibt Vitamin C nach einer Infusion im Körper?
Vitamin C ist wasserlöslich – das bedeutet, Dein Körper scheidet es über den Urin aus, sobald der Spiegel den Bedarf übersteigt.
Ein messbarer Anstieg im Blut ist direkt nach der Infusion nachweisbar; nach 24–48 Stunden normalisiert er sich weitgehend wieder.
Die langfristige Wirkung entsteht nicht durch dauerhaft erhöhte Blutspiegel, sondern durch die Effekte auf Zellebene – Kollagenproduktion und antioxidative Kapazität – die über die Infusion hinaus weiterwirken.
Kann ich die Infusionen auch vorbeugend machen?
Ja. Besonders in der Erkältungszeit, in Stressphasen oder vor einer längeren Reise sehe ich viele Patientinnen und Patienten, die vorbeugend kommen.
Aus meiner Sicht ist das völlig legitim – wenn der Körper gut vorbereitet in eine belastende Phase geht, kommt er auch besser durch sie hindurch.
Nebenwirkungen und Risiken: Was Du wissen solltest
Vitamin C Infusionen sind in der Regel gut verträglich, aber leichter Druck an der Einstichstelle, Durst, vermehrtes Wasserlassen, Müdigkeit, Schwindel oder Übelkeit können vorkommen. Sie sind nicht für jeden geeignet, besonders nicht bei Nierenerkrankungen, G6PD-Mangel, bestimmten Krebstherapien oder bekannter Unverträglichkeit. Von einer Selbstanwendung rate ich dringend ab.
Eine Vitamin C Infusion ist nicht geeignet oder nur nach strenger medizinischer Abklärung geeignet, wenn Du Folgendes hast:
- Nierenerkrankung oder Niereninsuffizienz
- Bekannte Neigung zu Nierensteinen
- G6PD-Mangel
- Aktuelle Chemotherapie oder Strahlentherapie
- Bekannte Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Ascorbinsäure
- Schwere chronische Erkrankung ohne vorherige medizinische Abklärung
Häufige, meist harmlose Reaktionen während oder nach der Infusion
Mögliche Reaktionen sind:
- Leichter Druck oder Wärmegefühl an der Einstichstelle
- Durst und häufigeres Wasserlassen, da Vitamin C wasserlöslich ist und über die Nieren ausgeschieden wird
- Leichte Müdigkeit direkt nach der Infusion
Seltene mögliche Nebenwirkungen
Seltene mögliche Nebenwirkungen sind:
- Schwindel
- Übelkeit
- Kribbeln in Armen oder Beinen
- Vorübergehende Kreislaufbeschwerden
Diese Reaktionen sind in unserer Ordination selten, können aber auftreten. Genau deshalb wird die Infusion unter medizinischer Aufsicht durchgeführt.
Warum Du eine Vitamin C Infusion nicht selbst machen solltest
Von einer Selbstanwendung rate ich dringend ab.
Intravenöse Infusionen müssen von geschultem medizinischem Personal durchgeführt werden. Ohne entsprechende Ausbildung sind Risiken wie Infektionen, falsche Dosierung, Venenreizungen, Kreislaufreaktionen oder andere Komplikationen nicht kalkulierbar.
Pascorbin® und vergleichbare Präparate sind rezeptpflichtig und nicht zur Selbstanwendung gedacht.
Vor jeder Infusion in unserer Ordination kläre ich diese Punkte im Anamnesegespräch – Du musst also keine Sorge haben, etwas zu vergessen.
Vitamin C Infusion Kosten – und zahlt die Krankenkassa?
Eine Vitamin C Infusion kostet in unserer Ordination 120 € pro Sitzung oder 90 €, wenn sie mit einer kosmetischen Behandlung kombiniert wird. Eine Kur mit 3 einzelnen Infusionen kostet 360 €, 5 Infusionen kosten 600 €. Die öffentliche Krankenkassa übernimmt die Behandlung in der Regel nicht; eine private Rückerstattung hängt von Deinem Tarif ab.
Kosten in unserer Ordination
- Einzelne Vitamin C Infusion: 120 €
- Vitamin C Infusion kombiniert mit kosmetischer Behandlung: 90 €
- Kur mit 3 einzelnen Infusionen: 360 €
- Kur mit 5 einzelnen Infusionen: 600 €
- Kur kombiniert mit kosmetischen Behandlungen: individuell berechnet
Wenn wir die Vitamin C Infusion mit einer kosmetischen Behandlung kombinieren, ist der Preis pro Infusion niedriger. Deshalb können die finalen Kosten einer Kur je nach Behandlungsplan variieren.
Zahlt die Krankenkassa?
Kurze Antwort: Meistens nein – und das gilt sowohl für Österreich als auch für Deutschland.
Die Vitamin C Infusionstherapie gilt in der Regel als individuelle Gesundheitsleistung beziehungsweise als Wahlleistung. Das bedeutet: Sie ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassa und wird daher normalerweise weder in Österreich noch in Deutschland von der öffentlichen Krankenkassa übernommen.
Mögliche Ausnahmen
Ausnahmen sind selten, können aber in bestimmten medizinischen Situationen möglich sein, zum Beispiel:
- Dokumentierter schwerer Vitamin-C-Mangel mit klinischen Symptomen
- Unterstützende Behandlung bei bestimmten Erkrankungen, abhängig von medizinischer Indikation und Antragstellung
Ob eine Rückerstattung möglich ist, hängt immer vom Einzelfall und vom jeweiligen Versicherungsträger ab.
Private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung
Das hängt von Deinem Tarif ab.
Manche privaten Zusatzversicherungen erstatten Teile von Infusionstherapien – es lohnt sich, vor der ersten Buchung kurz bei Deiner Versicherung nachzufragen.
Mein Tipp: Die meisten Patientinnen und Patienten, die regelmäßig für eine Vitamin-C-Kur kommen, sehen es als sinnvolle Investition in ihre Gesundheit – ähnlich wie gute Laufschuhe oder ein hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel. Dafür bekommst Du direkten Zugang zu einem Facharzt, ein individuell angepasstes Protokoll und ein europaweit zugelassenes Produkt.
Achtung! Die Vitamin C Infusion wirkt unterstützend für das Immunsystem und dient nicht als Behandlung gegen Krankheiten, wie zum Beispiel Covid19!

